Reisetips, Reiseberichte und Reiseinformationen zu Japan, China, Korea, Indien, Iran und weiteren Ländern.

Reisebericht Laos, Kambodscha und Japan

Ni hao ade, aloah sabaidee, Vientiane, 12. 9. 01

Guten Morgen liebe Leute,
es mag sein, dass ihr Euch momentan mehr für Terroranschläge, als für meine Reisebeschreibungen interessiert. Ich möchte hier mein Erschrecken bekunden und erwähnen, dass ich mich gerne besser über die Geschehnisse in Amerika informieren würde, mir dies aber von hier aus nur bedingt möglich ist. Wer also dazu schreiben möchte, ist mir herzlich willkommen. Im übrigen wird auch Vientiane (Laos), wo ich mich nun befinde, seit einem Jahr immer wieder von Terroranschlägen heimgesucht. Die meisten sind jedoch so gering, dass sie nicht einmal den Weg in die lokalen Zeitungen finden. Ich muss allerdings gestehen, dass ich diese ganze Sache nur sehr wenig durchschaue, weshalb ich darauf in diesem Mail nicht weiter eingehen möchte.
Meine Reiseroute von Baoshan zur laotischen Grenze hört sich etwa gleich langweilig an, wie die Reise tatsächlich war: es begann mit einer 20 stuendigen Fahrt auf einer Kopfsteinpflasterstrasse nach Jinghong. Die Strasse führte mehr oder weniger der burmesischen Grenze entlang. Wir wurden mehr oder weniger andauernd von Polizeikontrollen aufgehalten (bei einer hörte ich ein Knallen und ein Schreien, ob da wohl jemand bei einem Verhör ausgepeitscht worden ist? - zumindest als die Polizisten sahen, dass ich hinhörte, war mit dem Bus plötzlich alles in Ordnung und wir konnten weiter...). Von dieser Stadt nach Mengla, dann Mohan (gähn...!) mehr als Namen waren diese Städte auch nicht. Obwohl ich gestehen muss, dass der "Ferne" Süden Chinas landschaftliche eine der schönsten Regionen ist, die ich durchreist habe.
Endlich kam ich an die laotische Grenze. Die chinesischen Zöllner hatten unglaublichen Spass an meinem vollgestempelten Pass... bei jedem zweiten Stempel fragten sie mich, welches Land das sei und bei meinem Belize-visum wollten sie wissen, wo das Land liegt. Keine Ahnung, ob sie’s letztlich gerafft haben, aber eine Menge Spass hatten wir. Vor allem, da sie fast nur chinesisch sprachen, und ich meine geringen Kenntnisse mit Händen und Füssen erweitern musste (ach, wie viel ist seither schon wieder vergessen!). Für mich war es ein unbeschreiblicher Augenblick, Laos wieder zu betreten. Die meisten wissen ja, wie begeistert ich davon erzählte. Nun fürchtete ich, dass ich mich einer Illusion berauben könne. Seltsamerweise wurden aber die Blätter grüner und der Himmel blauer - und das nach nur ein paar Metern. Die Werbeschilder wechselten von omnipraesenten Cola und Schuppenshampoo zu BeerLao. Ich fühlte mich wie zu Hause und konnte es nur geniessen, drei Stunden zu warten, bis sich der Bus endlich gefüllt hatte, um gegen Süden loszuwackeln. Ob die Busse in Laos einen Fahrplan haben oder nicht, das weiss keiner so genau: Tatsache ist, dass sie fahren, wenn sie voll sind. Da aber die Leute unterwegs ja nicht einfach stehen gelassen werden können, ist jeder Bus regelmässig überfüllt, so dass Plastikstühle in den Gang gestellt werden müssen, oder Leute aufs Dach sitzen müssen. Viele Busse sind auch gar keine Busse, sondern ganz normale Lastwagen, die eine Bank auf der Ladefläche haben. Interessanterweise steht dann auf allen Fahrzeugen gross drauf, für wie viele Leute sie zugelassen sind, wodurch sie die Überladungsziffer leicht ermitteln lassen kann. (Ich war zum Beispiel auf einem Truck für 21 Personen mit 35 Leuten, einem Motorrad, und zwei Motoren. Überrascht es da, dass wir in nur etwa 70km zwei Mal den Reifen wechseln mussten?)
Doch trotz des alten Charmes, musste ich bald erkennen, dass sich Laos seit letztem Jahr gewaltig gewandelt hat: der Tourismus hat das Land in seinen Griff genommen. War ich damals noch auf den Hauptsehenswürdigkeiten weitgehend alleine, gibt es inzwischen abgelegene Dörfchen (Nong Khiaw), welche wirtschaftlich beinahe ausschliesslich vom Tourismus abhängen. Später sah ich auch, wie die Preise gestiegen sind (teilweise um das Vierfache bei Hotelzimmern) und wie das Geld ins Land geflossen ist und zum Beispiel in kleine Motorräder investiert worden ist - dies mit dem Effekt, dass die von mir viel besungene Ruhe ein bisschen vorbei ist...
In Luang Prabang schliesslich bin ich ins gleiche Guesthouse abgestiegen, wie ich schon vor einem Jahr war. Ich war über den warmen Empfang sehr erstaunt: die Mama dort sah mich kommen, studierte einen kurzen Augenblick und erkannte mich wieder. Sie frage mich gleich nach Mio - ob wir auf Hochzeitsreise seien oder so... das war recht amüsant. Und gleich bekam ich einen guten Raum und ein Abendessen vorgesetzt... Dort bin ich geblieben, bis es mich heute früh nach Vientiane zog, der Stadt, die sich seither wohl am meisten verändert hatte... ich fand mich kaum mehr zurecht.
Nun also bin ich wieder in Laos und nach zwei Monaten in China froh, dass die Leute Englisch (viele Leute in Dörfchen kaufen sich ein kleines Buch und bringen sich Englisch im Selbststudium bei...) oder Französisch können und einem in einer respektvollen Weise zeigen, dass man als Gast willkommen ist.
Doch ein letztes liegt mir bei China doch noch auf dem Herzen, denn das wollte ich schon länger einmal erzählen, konnte es aber nirgendwo einbauen: den chinesischen Hang zur Unbescheidenheit. Die meisten Chinesen würden zwar Bescheidenheit durchaus mit einem positiven Wert konotieren, doch ist davon mindestens auf staatlicher Ebene nicht viel davon zu bemerken. Beginnt doch die chinesische Verfassung tatsächlich mit dem Verweis darauf, dass China das Land mit der längsten Geschichte sei (das steht in der Präambel, der erste Paragraph geht dann darauf ein, dass die ganze Macht bei der KPCh sei und dann kommen solche Witze wie Garantien zur Presse- und Versammlungsfreiheit. Meiner Meinung nach sehr lesenswert!). Wobei ich nicht so wirklich einsehe, weshalb Chinas Gesichte länger sein sollte, vielleicht besser niedergeschrieben... Wenn, dann würde ich die längste Geschichte Afrika zuschreiben, wenn ich dies überhaupt tun wollte. Ein weiterer Stolz ist die grosse Mauer, welche Stolz als DAS längste Bauwerk der Welt angegeben wird. Doch schon ein Blick auf eine normale Karte beweist, dass es sich nicht um eine Mauer, sondern um mehrer Mauern handelt; und wenn man dann den Blick schon auf der Karte verweilen lässt, ist da denn nicht auch das Strassennetz ein menschliches Bauwerk? Vermutlich nicht, denn dies ist ein Kategorie, in der China wohl versagen würde. Oder wisst ihr zum Beispiel, welches die grösste Stadt der Welt ist? Mexiko, Tokio? Weit gefehlt! Es ist die Mogelpackung Chongqinq. Keine Sorge, wenn ihr von dieser Stadt noch nie gehört habt und sie vielleicht nicht einmal im Atlas findet. Sie ist auch neu. Früher waren es hundert kleine Städtchen, die zusammengelegt worden sind. Wieso? Na ja... vielleicht um bescheiden zu sein und nicht auch noch am meisten kleine Dörfchen zu haben...

Liebe Grüsse,
Oliver

Khmertankstellen und klimatisierte Verschwörungstheorien, Bangkok, 23. 9. 01

Ein fröhliches Sawasdih ka/kop möge von mir in die Runde geworfen sein!
Inzwischen habe ich Laos verlassen und sitze nun in mitten der bangkok'schen Zivilisation und geniesse es, mal wieder Zugang zum Internet zu haben, eigentlich überhaupt über Strom zu verfügen... Wieso?
Vielleicht doch der Reihe nach: Obwohl sich Vientiane wie erwähnt stark verändert hat, habe ich die Zeit dort sehr genossen. Ich konnte dieses neue Gesicht lieb gewinnen. Es ist seltsam, dass es mich irgendwie stört, wenn die alten zusammenfallenden Häuser renoviert werden um wieder im alten Glanze zu scheinen.
Doch dieser Politur entfloh ich bald: nach Savannaketh. Das ist die zweitgrösste Stadt in Laos und eigentlich eine Geisterstadt. Es wohnen zwar Leute drin, aber keine Ahnung was die treiben... viele Häuser und noch viel mehr Strassen sind seit der Unabhängigkeit nicht mehr angefasst worden und das sieht man. Mitten im Zentrum (auch wenn die meisten Leute, die dort wohnen der Meinung sind, dass die Stadt kein Zentrum habe, sondern einfach nur eine Stadt sei) zwischen Kirche und Brunnen steht eine Tankstelle. Sie ist seit vielen Jahren nicht mehr in Betrieb, und mehr noch als die verrosten Zapfsäulen, verraten die Preisschilder, welche angeben wie viele Kip der letzte der dort getankt hatte, ausgeben musste, das wahre Alter. Über den Daumen gepeilt (Inflation mal Handgelenk oder so...) etwa zehn Jahre.
Von dort ging es weiter südlich nach Champasak. Die Hauptsehenswürdigkeit ist eine alte Khmerruine. Trotz ihrer historischen Wichtigkeit ist sie weitgehend unbekannt, weshalb ich die ganze Anlage nur mit den beiden Teilen musste, mit denen ich angereist war. Wie viele Sehenswürdigkeiten in Laos, ist auch diese kaum erforscht (was hoffentlich noch geschieht, bevor alles ganz zusammenfällt). Verschiedene Historiker gehen jedoch davon aus, dass sie älter als Angkor sind; was durchaus eine kleine Sensation ist, weil Angkor ja als Hauptstadt und soviel ich weiss auch als Gründungsstadt des antiken Khmerreiches gilt. Aber da bin ich dann doch zu schlecht informiert.
Von Champasak reiste ich weiter Richtung Süden bis ganz nahe an die Kambodschanische Grenze heran - in ein Gebiet das Viertausend Inseln heisst... eine sehr ungenaue Zahl nebenbei, da die Anzahl derselben mit dem Wasserstand des Mekongs erheblich variiert. Ich blieb dort vier Tage ohne Wasser und ohne Strom. Nicht, dass ich etwa einen Ausfall oder so was gehabt hätte. Das gibt es dort einfach nicht! Vielleicht versteht man nun besser, wieso ich mich nun über Bangkoks klimatisierte Internetcafes freuen kann...
Von dort aus ging es ziemlich direkt nach Bangkok, wo ich nun bin, um die letzten paar Tage noch zu organisieren. Momentan ist noch alles in der Schwebe und ich habe mich noch nicht definitiv entschieden. Werde das aber wohl in ein paar Stunden tun müssen.
Wenn man so rumreist wie ich, hört man immer diverse Geschichten. Die meisten sind Uebers-Ohr-gehauen-werden-Geschichten, die in der Regel zu peinlich sind, um erzählt zu werden (so erwähne ich es auch nur in Klammern, dass mir gestern beim Mailen meine alten, schmutzigen und stinkigen Trekkingschuhe vor der Türe gestohlen worden sind.), manchmal sind es auch ganz spannende Verschwörungstheorien. Eine davon ist, weshalb die Strasse Nr. 7 nicht befahren werden kann. Wie wir wissen haben die Amerikaner im Vietnamkrieg, die Bomben, die sie in Vietnam nicht abwerfen konnten, einfach in Laos rausgelassen (das hängt mit flugtechnischen Problemen zusammen, da Flugzeuge über einem bestimmten Gewicht nicht landen können), weshalb Laos, wie schon erwähnt, den traurigen Rekord hat, das meist bebombte Land der Welt zu sein. Auch sind viele Antipersonenminen im Grenzgebiet vergraben worden, die heute noch grosse Probleme bereiten. (Vor allem jetzt, wo die Bevölkerung wieder anwächst, sind viele Bauern gezwungen entweder zu verhungern oder den Reis auf verminten Feldern anzubauen...!) Um diese etwas peinliche Situation nicht allzu publik zu machen, sollen nun die Ami erstens Schweigegeld nach Vientiane schicken. Die müssen dafür sorgen, dass die Strasse 7, welche dorthin führt, wo es für die Touristen am interessantesten wäre - nämlich zu der Ebene der Tonkrüge (alte riesige Steinkrüge, die ähnlich mysteriös wie die Osterinselköpfe sind) - nicht befahrbar ist. Zweitens sollen die Guerillas in der Gegend finanziert werden,(was ein Mönch offenbar einem anderen Touri erzählt hat). Und drittens wird Lao Aviation als weltweit gefährlichste Fluggesellschaft gebranntmarkt, obwohl sie ihren letzten Absturz 1983 hatten... (zumindest nach meinen Infos). Entsprechend findet man auch keine Amerikaner im Lande am rumreisen...
Glaube man was man wolle... Meine heutige Internetzeit ist hiermit abgelaufen.

Liebe Grüsse,
Oliver


Grüner Curry und Sushi, Bangkok, 18.10.01

Liebe Leute,
während ich nun auf meinen Flug nach Hause, oder vielleicht kurzfristiger gesehen auf ein Abendessen mit einer Reisebekanntschaft warte, finde ich wieder Zeit, ein paar Zeilen ins Netz zu jagen - nicht nur um meine neuesten Geschichten loszuwerden, sondern auch um mich zuhause wieder anzumelden. Wenn ihr das lest, werde ich vermutlich schon zu Hause in meinem eigenen Bettchen meinen Jetlag ausschlummern...
Seit ich das letzte Mal geschrieben habe, ist viel geschehen. Das meiste jedoch in einer Weise, welche sich nur schwer zu Papier (Tastatur) bringen lässt. Zuerst bin ich in den Süden Thailands gefahren, da ich ein paar Tage zu überbrücken, bis mein Flug nach Tokio losgehen würde. Ich nahm also den nächsten Bus nach Süden und strandete auf einer kleinen Insel, die für ihre Vollmondparties bekannt ist. Muss ich erwähnen, dass ich genau einen Tag nach Vollmond ankam? Wie auch immer: mir war eh nicht sonderlich nach Party, weshalb ich einen der abgelegen Strände bevorzugte, wo ich die Tage im Wasser (entweder war ich im Meer oder es regnete) verbrachte. Ich glaube nicht, dass ich da viel beschreiben muss - weisser Sand, blaue Wogen und Attacken von fallenden Kokosnüssen kann sich ja jeder selber vorstellen.
Anschliessend flog ich nach Tokio. Ich muss gestehen, dass mir bei dem Flug nicht sonderlich wohl war. Schlechtes Wetter und eine Nahostfluggesellschaft. Doch ich kam sicher in Narita an. Von dort hatte ich meinen Weg durch ganz Tokio mit mehrmaligen umsteigen zu
Mios Haus zu finden. Das ist nicht ganz so einfach, da man bei einem ersten Blick auf die Karte der Stadtbahnen geneigt ist, dieselbe zu den Schnittmustern zu legen. Dazu kommt, dass viele Linien privat sind, so dass man bei jeden Umsteigen den Ticketautomaten frisch studieren muss (bis auf die Zahlen ist das alles auf japanisch) - oder man sich zu einem Kommunikationswunder erklärt und versucht, ein Ticket am Schalter zu erweben. Ich habe mir einen anderen Touri unter den Nagel gerissen, der japanisch sprach und das alles erledigen konnte. Vielleicht stünde ich sonst heute noch vor einem Ticketautomaten, fasziniert von den vielen leuchtenden Knöpfen.
Als ich schliesslich in der richtigen Station ankam, kam bald darauf eine etwas mollige Japanerin auf mich zu und fragte mich, ob ich Oliver sei. Wer konnte mich denn hier erwarten, wenn nicht Mio? Aber, dachte ich, es kann ja sein, dass sich die gute Dame ein bisschen verändert hat, seit ich sie das letzte Mal gesehen habe - es ist ja inzwischenen einige Zeit vergangen, doch so viel nun auch wieder nicht! Schliesslich stellte sich heraus, dass es ihre Schwester war (wieso wusste ich eigentlich nicht, dass sie eine Schwester hat?) und bald darauf traf auch Mio ein. Mit ihrem Nissan Pao (so eine Art von Mini, aber ein bisschen spezieller) fuhren wir dann zu ihr nach Hause und sahen uns erst einmal all unsere Fotos an.
In den nächsten Tagen besichtigte ich Tokio. Auch wenn es dort nichts zu sehen gibt, ist die Stadt für ihre enorme Groesse recht freundlich, sauber und modern und je nach Stadtteil recht unterschiedlich. Es gibt zum Beispiel einen Stadtteil (Shinjuku), wo sich vor allem junge, schräg gestylte Leute aufhalten. Man kann dort zum Beispiel blonde Japanerinnen mit tiefblauen Augen sehen - ein bisschen seltsam, aber bestimmt noch nicht das schrägste, was man sehen kann. Ich sass einen Abend mit Mio auf der Strasse und beobachtete die Leute. Den folgenden Abend waren wir dann an einer Party, welche ein paar Leute gaben, die ich auf dieser Reise getroffen habe. Das war recht lustig, da ich (wie Mio das treffend umschrieb) eine "local-people-attraction" war. Das heisst, ich musste zu all den Leuten (von denen ich die meisten noch nie gesehen habe) sprechen und einen Trink- und Essensspruch loswerden. Damit ich das meistern konnte, wurden mir von verschiedenen Seiten ein paar Floskeln vorgesagt, so dass ich selber schliesslich nicht mehr genau rekonstruieren konnte, was ich alles rausgelassen habe. Aber die Leute amüsierten sich sehr über mich... und als die Party dann fertig war, wusste jeder ganz genau, wo Oliver-san überall schon herumgereist war; höfflich verneigten sich die Gäste und erzählten mir ihre Lebensgeschichten, von denen ich aber leider nur die verstand, welche in Englisch erzählt wurden. Glücklicherweise hatte ich Mio dabei, die am Anfang übersetzte und dann im Verlaufe des Abends dazu überging, alle Fragen die mich betrafen gleich direkt zu beantworten, so dass ich nur noch lächeln musste und mich dann einem anderen Gespräch widmen konnte.
Die folgenden drei Tage verbrachten wir in Mios kleinen Pao und fuhren durch die Vulkanlandschaft, wobei mir Mio erklärte, dass sie ein Safety-Driver sei und dabei auf die falsche Fahrbahn geriet. Wie auch immer, wir erlebten eine wunderschöne Herbstlandschaft, dampfende Vulkane und verbrachten Stunden in heissen Thermalquellen oder an wilden Klippen, um den Sonnenuntergang zu verpassen. Wie schwer fiel es mir da, wieder nach Bangkok zu fliegen! Aber ich weiss nun, wo ich bestimmt noch ein bisschen mehr Zeit verbringen möchte...

Bis bald,
Oliver

Zur Japanreise 2003!

 


 

Reisebilder

Laos

Schulkinder in Nong Khiaw

Bootsrennen auf dem Mekong (Savannaketh)

Ruine von Champasak

Auf den 4000 Inseln

Mein Bungalow

Kambodscha

Das wundervolle Angkor Wat

Strassenverkäufer

Bäume überwuchern Angkor

Thai Beach

Ko Pha-Ngan

Japan

Die Party

Meine erste japanische Maschine

Mio und ich vor dem Fuji

Vulkune

Afghan-Mio

ich bin nun schon seit bald einer Woche in Peking. In der Mitte Pekings liegt die verbotene Stadt. Heute ist sie weniger verboten als andere Gebäude, die ganz in der Nähe stehen. Diese Verbotene Stadt ist unheimlich weitläufig und vor allem die kleinen Gässchen auf den Seiten haben es mir sehr angetan. Das sind diese, durch welchen der letzte Kaiser laut dem gleichnamigen Film vor seinen Dienern davon gelaufen ist. Spaziert man auf dem Platz (das muss man, den Velofahren ist verboten - und ich verkneife mir hier jegliche Bemerkungen darüber welche andere Fahrzeuge bisweilen erlaubt sind.), den wir als den Platz des Himmlischen Friedens übersetzen, was aber eigentlich ein stark verkürzter Name ist, wird man von jungen Kunststudenten eingeladen, ihre Ausstellungen anzusehen. Man kommt dann in irgendwelche Kellerräume, wo sehr schöne chinesische Kaligraphie zum Kaufe angeboten wird. Und auch wenn man nichts kauft, bleiben diese Studenten sehr freundlich und laden einen vielleicht erst dann zu einem Glas Tee ein.
Überhaupt scheint es hier sehr verbreitet zu sein, eingeladen zu werden. Ich habe vor ein paar Tagen ein paar Englischstudenten kennengelernt, als ich nach dem Weg fragt. Sie sind aus Xi'an und bereiten sich hier auf ein Examen vor, das TOEFL heisst, und welches von sehr vielen Studenten angestrebt wird, weil es ermöglicht, im Ausland studieren zu gehen. Ich habe darunter schon viele kennengelernt, welche an meinen (geringen) Französischkenntnissen Freude haben, weil sie dann nämlich nach Frankreich studieren gehen möchten - ein Land das eine sehr romantische Ausstrahlung, wie mir eine Studentin gestern erklärte.